42.900 OpenClaw-Instanzen sind gerade öffentlich erreichbar. Rate mal, wie viele davon du mit Remote Code Execution hacken könntest? 15.200. Das ist keine Panikmache—das sind die Zahlen von Bitsight aus den letzten zwei Wochen.
OpenClaw ist das spannendste Open-Source-KI-Projekt seit langem. 145.000 GitHub-Stars in wenigen Wochen, 60.000 davon in den ersten 72 Stunden. Aber die Realität sieht so aus: Selbst der Erfinder Peter Steinberger sagt offen, dass die meisten Nicht-Techniker es nicht selbst installieren sollten. Genau deshalb explodiert gerade der Markt für OpenClaw Hosting Anbieter – von Managed Services bis Self-Hosted-Optionen.
Ich betreibe mit ClawHosters selbst einen Managed-Hosting-Service für OpenClaw. Ja, das macht mich voreingenommen. Aber es macht mich auch zu jemandem, der die Probleme aus erster Hand kennt. Ich sehe täglich, was bei OpenClaw-Deployments schiefgeht, und ich weiß, wie man es richtig macht. In diesem Vergleich bin ich trotzdem ehrlich, denn du kannst selbst entscheiden.
Warum OpenClaw spezialisiertes Hosting braucht
OpenClaw ist kein WordPress-Blog, den du mal eben auf irgendeinem Webspace installierst. Das Ding hat Zugriff auf deine privaten Daten, kann nach außen kommunizieren und hat ein Langzeitgedächtnis. Palo Alto Networks hat dafür einen passenden Begriff: "tödliche Trias von Risiken". Klingt dramatisch. Ist es auch.
Diese Form der KI-Agent-Automatisierung erfordert besondere Sicherheitsvorkehrungen. Wenn du OpenClaw falsch konfigurierst, hat potenziell jeder im Internet Zugriff auf deinen KI-Agenten, deine Daten und deine API-Keys. Die 42.900 exponierten Instanzen zeigen, dass das kein theoretisches Risiko ist.
Normales Webhosting reicht hier nicht. Du brauchst Docker-Isolation, Firewall-Hardening, fail2ban, richtige Authentifizierung und jemanden, der sich um Updates kümmert. Oder du nutzt professionelle Hosting-Lösungen, die das alles für dich erledigen.
Der große Vergleich: 7 OpenClaw Hosting Optionen
Bevor ich jeden OpenClaw Hosting Anbieter einzeln bespreche, hier der Überblick:
| OpenClaw Hosting Anbieter | Preis/Monat | Setup-Zeit | Wartung | Sicherheit | Plattformen | Managed LLM |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ClawHosters | ab €19 | < 1 Minute | Keine | Gehärtet | Telegram, WhatsApp, Discord, Slack | Ja + BYOK |
| OpenClawd.bot | ab €69 | ~5 Min | Keine | Standard | Begrenzt | Ja |
| ClawdHost | ab €25 | ~10 Min | Teilweise | Basis | Telegram, Discord | Nein (nur BYOK) |
| Clowdbot | Pay-per-Use | ~15 Min | Keine | Standard | Telegram | Ja |
| Self-Hosted (Hetzner/DO) | ab €5-10 | 2-4 Stunden | Komplett selbst | Du bist verantwortlich | Alle (Konfiguration nötig) | Nein |
| Self-Hosted (Raspberry Pi) | Einmalig ~€80 | 4-8 Stunden | Komplett selbst | Minimal | Begrenzt durch Hardware | Nein |
| Railway/Render (PaaS) | ab €5-20 | 30-60 Min | Teilweise | Container-Level | Konfiguration nötig | Nein |
1. ClawHosters (clawhosters.com)
Vorab: Das ist mein eigener Service. Ich bin offensichtlich parteiisch. Trotzdem erkläre ich, warum ich ihn so gebaut habe und was die echten Vorteile sind.
Was ClawHosters macht: Als spezialisierter OpenClaw Hosting Anbieter fokussieren wir uns auf Geschwindigkeit. Du klickst auf "Erstellen", wählst einen Tier, wartest keine Minute—fertig. Dein OpenClaw läuft. Du musst weder Docker verstehen, noch SSH-Keys rumschicken, noch Server konfigurieren. Telegram, WhatsApp, Discord, Slack: alles direkt da.
Tiers und Preise:
Budget (€19/Monat): 2 vCPU, 4 GB RAM, 40 GB Storage
Balanced (€35/Monat, beliebtester Tier): 4 vCPU, 8 GB RAM, 80 GB Storage
Pro (€59/Monat): 8 vCPU, 16 GB RAM, 160 GB Storage
Was unter der Haube passiert: Jede Instanz bekommt einen eigenen Hetzner VPS aus einem vorkonfigurierten Snapshot. Docker ist vorinstalliert, das OpenClaw-Image vorgeladen, Playwright-Browser für Web-Automatisierung vorbereitet. Firewall-Regeln, fail2ban, Docker-Hardening nach OWASP-Richtlinien: alles vorkonfiguriert.
Stärken:
1-Minute-Deployment (kein Witz, ich hab's gemessen)
Null Wartungsaufwand für den Nutzer
Multi-Plattform direkt verfügbar (Telegram, WhatsApp, Discord, Slack)
BYOK und Managed LLM (du wählst, ob du eigene API-Keys nutzt oder wir das verwalten)
Ähnliche Expertise fließt in meine Claude AI Integration für Unternehmen ein
Automatische Updates und Sicherheits-Patches
Playwright-Browser vorinstalliert für Web-Automatisierung
Schwächen:
Kein Root-Zugriff auf den Host-Server (Docker-Container hat Root-Zugriff)
Noch junger Service (seit Anfang 2026)
Kein Free Tier
Für wen: Alle, die OpenClaw produktiv nutzen wollen, ohne sich um Infrastruktur zu kümmern. Vom Hobby-Nutzer (Budget-Tier) bis zum Unternehmen (Pro-Tier).
2. OpenClawd.bot
Der bekannteste OpenClaw Hosting Anbieter im Managed-Bereich. Existiert schon etwas länger als ClawHosters und hat eine größere Nutzerbasis.
Preis: Ab €69/Monat. Damit deutlich teurer als ClawHosters bei vergleichbarer Leistung.
Stärken:
Etablierter Service mit Community
Managed LLM verfügbar
Guter Kundenservice laut Nutzerfeedback
Schwächen:
Eingeschränkte Plattform-Unterstützung (nicht alle Messenger verfügbar)
Kein BYOK-Modus (du bist auf deren LLM-Angebot angewiesen)
3,5x teurer als ClawHosters Budget-Tier bei ähnlichen Specs
Für wen: Nutzer, die einen etablierten Service bevorzugen und bereit sind, mehr zu zahlen.
3. ClawdHost
Der Budget-orientierte OpenClaw Hosting Anbieter mit Fokus auf Einfachheit.
Preis: Ab €25/Monat.
Stärken:
Günstiger Einstieg
Einfaches Interface
Telegram- und Discord-Integration
Schwächen:
Kein Managed LLM (nur BYOK, du brauchst eigene API-Keys)
Keine WhatsApp- oder Slack-Integration
Begrenztes Sicherheits-Hardening
Weniger Konfigurationsoptionen
Für wen: Entwickler, die einen günstigen Managed-Service wollen und sich selbst um LLM-Keys kümmern können.
4. Clowdbot
Ein OpenClaw Hosting Anbieter mit Pay-per-Use-Modell, das auf den ersten Blick attraktiv wirkt.
Preis: Nutzungsbasiert. Klingt fair, kann aber schnell teuer werden.
Stärken:
Keine monatliche Fixkosten
Managed LLM inklusive
Gut für gelegentliche Nutzung
Schwächen:
Unvorhersehbare Kosten (das berüchtigte "API Wallet Assassin"-Problem: eine Endlosschleife kann über Nacht hunderte Euro verbrennen)
Nur Telegram-Integration
Kaum Transparenz bei der Preisberechnung
Schwer zu budgetieren
Für wen: Nutzer, die OpenClaw nur sporadisch testen wollen. Für produktiven Einsatz zu riskant wegen der Kostenstruktur.
5. Self-Hosted auf Hetzner oder DigitalOcean
Die Alternative zu professionellen OpenClaw Hosting Anbietern – DIY-Setup für Entwickler, die ihre eigene Infrastruktur verwalten wollen.
Preis: Ab €5-10/Monat für einen VPS. Klingt billig. Ist es aber nicht.
Strapi hat mal nachgerechnet: Self-Hosting kostet dich zwischen 312 und 1.300 Stunden pro Jahr. Nur für Security-Patches. Rechne das mit €50/Stunde (und wenn du weniger nimmst, verkaufst du dich unter Wert)—dann sind wir bei €15.600 bis €65.000 im Jahr. Für einen €5-VPS.
Setup-Realität: Ein Blick in die GitHub Issues von OpenClaw zeigt Docker-Container, die in Restart-Loops hängen, Gateway-Binding-Fehler und plattformspezifische Konfigurationsprobleme. Ein Entwickler beschrieb in GitHub Discussion #13684, wie er Stunden mit "plattformspezifischen Eigenheiten bei Volume-Permissions, LAN-Binding und BuildKit" verbracht hat.
Stärken:
Volle Kontrolle über alles
Günstigster Monatspreis (nur Serverkosten)
Lerneffekt (wenn du das willst)
Jede Plattform-Integration möglich (mit genug Aufwand)
Zeit könnte besser in professionelle Webapp-Entwicklung investiert werden
Schwächen:
Ein Setup-Wochenende. Dann jeden Monat 5-15 Stunden Updates, Troubleshooting, Sicherheits-Patches
Sicherheit liegt komplett bei dir (und die Statistiken zeigen, dass die meisten es falsch machen)
Kein Support bei Problemen (nur Community-Foren)
Updates manuell und riskant
Für wen: Erfahrene DevOps-Ingenieure, die OpenClaw lernen und verstehen wollen. Nicht für den produktiven Einsatz, es sei denn, du hast dedizierte Ops-Kapazität.
6. Self-Hosted auf Raspberry Pi
Die Hobby-Option. Ich sehe das regelmäßig in Reddit-Threads empfohlen.
Preis: Einmalig ca. €80 für einen Raspberry Pi 5. Plus Strom, SD-Karte, Gehäuse.
Stärken:
Einmalkosten, keine monatlichen Gebühren
Volle Kontrolle
Gutes Lernprojekt
Schwächen:
Zu wenig Leistung für ernsthafte Nutzung (LLM-Calls, Web-Automatisierung)
Keine Redundanz (Pi stirbt = Agent ist weg)
Kein DynDNS-Setup = kein externer Zugriff ohne extra Aufwand
Sicherheit? Eher nicht
Für wen: Bastler und Hobby-Nutzer, die OpenClaw ausprobieren wollen. Absolut nicht für produktiven Einsatz.
7. Railway, Render oder andere PaaS-Plattformen
Platform-as-a-Service-Anbieter, die als generische OpenClaw Hosting Option funktionieren können. OpenClaw läuft technisch darauf, aber es ist nicht darauf optimiert.
Preis: €5-20/Monat, je nach Verbrauch.
Stärken:
Vertraute Plattform für Entwickler
Automatische Skalierung (theoretisch)
Container-Isolation
Schwächen:
OpenClaw ist nicht für PaaS optimiert (Netzwerk-Modus-Konflikte, WebSocket-Probleme mit Telegram)
Ephemere Dateisysteme (Daten gehen bei Restart verloren, wenn nicht richtig konfiguriert)
Keine OpenClaw-spezifische Sicherheitskonfiguration
Kein Managed LLM, kein Messenger-Setup
Für wen: Entwickler, die bereits Railway oder Render nutzen und schnell experimentieren wollen. Für produktiven Einsatz fehlt die OpenClaw-spezifische Konfiguration.
Warum Sicherheit der eigentliche Differenziator ist
Die meisten Vergleichsartikel fokussieren sich auf Preis und Specs. RAM, Storage, vCPUs. Das ist wichtig, aber es übersieht den Elefanten im Raum.
42.900 exponierte Instanzen. Davon 15.200 anfällig für Remote Code Execution. Das bedeutet: Jemand kann beliebigen Code auf diesen Servern ausführen. Zugriff auf den KI-Agenten, die verbundenen Daten, die API-Keys, alles.
Wie Colin Shea-Blymyer vom Georgetown CSET es formuliert: "The fundamental tension in these kinds of systems is that the more access you give them, the more fun and interesting they're going to be, but also the more dangerous."
(Ja, ich weiß—das klingt nach Angstmacherei. Ist es aber nicht. Das sind einfach die Zahlen.)
Bei ClawHosters haben wir das Sicherheitsthema von Tag eins ernst genommen. Jede Instanz bekommt eine eigene Hetzner Cloud Firewall, die nur Traffic vom Produktionsserver erlaubt. fail2ban sperrt nach drei fehlgeschlagenen SSH-Versuchen. Docker-Container laufen mit eingeschränkten Rechten. Keine exponierten Ports im Internet.
Ich sage nicht, dass Self-Hosting unmöglich sicher ist. Ich sage, dass die Statistiken zeigen, dass 35,4 % der Self-Hosted-Instanzen es nicht sind. Und wenn dein OpenClaw-Agent Zugriff auf deine E-Mails, deinen Kalender oder deine Firmendaten hat, ist das kein akzeptables Risiko.
Was kostet ein OpenClaw Hosting Anbieter wirklich?
Hier die Rechnung, die dir niemand zeigt:
| Kostenfaktor | Self-Hosted | ClawHosters (Balanced) |
|---|---|---|
| Server/Monat | €5-10 | €35 |
| Setup-Zeit (einmalig) | 4-8 Stunden | 1 Minute |
| Wartung/Monat | 5-15 Stunden | 0 Stunden |
| Security-Updates/Jahr | 312-1.300 Stunden | Inklusive |
| Troubleshooting | Selbst | Support |
| Effektive Kosten/Jahr | €3.000-65.000+ | €420 |
Die €3.000 am unteren Ende? Das ist die optimistische Variante: 5 Stunden Wartung pro Monat, gerechnet mit €50/Stunde. Wenn was kaputt geht (und bei 35,4 % Vulnerability-Rate geht irgendwann was kaputt), geht's erst richtig los.
Laut Pantheon.io erzielen Organisationen mit Managed Infrastructure einen ROI von 241 %. Operations und Wartung machen 51 % der Gesamtbetriebskosten aus. Das stimmt mit dem überein, was ich sehe: Die Leute unterschätzen den Zeitaufwand massiv. Wer effiziente LLM-Workflow-Strategien entwickelt, spart langfristig Zeit und Geld.
Wie du den richtigen OpenClaw Hosting Anbieter wählst
Es gibt unter den OpenClaw Hosting Anbietern kein universelles "beste Wahl". Es kommt auf deine Situation an:
Du bist Nicht-Techniker und willst OpenClaw einfach nutzen?
ClawHosters. Budget-Tier für €19/Monat. In einer Minute läuft dein Agent.
Du bist Entwickler und willst die volle Kontrolle?
Self-Hosting auf Hetzner. Plane aber 4-8 Stunden für das erste Setup ein und rechne mit regelmäßigem Wartungsaufwand.
Du willst Managed, aber ClawHosters ist dir zu neu?
OpenClawd.bot ist der etabliertere Service. Kostet mehr, hat aber eine längere Track-Record.
Du willst nur mal schnell testen?
Clowdbot mit Pay-per-Use oder ein Raspberry Pi zum Basteln.
Gartner-Analysten prognostizieren, dass über 40 % der KI-Agent-Projekte bis 2027 eingestellt werden. Der häufigste Grund: Wartungsaufwand und unklares Performance-Tracking. Managed Hosting reduziert dieses Risiko, weil jemand anderes sich um die Infrastruktur kümmert, während du dich auf die eigentliche Nutzung konzentrierst.
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